IDEE, PRODUKTION UND REALISIERUNG
LOST AND FOUND ist eine Produktion von ICON FILM Köln. Es wurde von relations (Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes) auf der Grundlage einer Idee des künstlerischen Leiters Nikolaj Nikitin Ende 2003 ins Leben gerufen. Von Anfang an war der Fachbeirat, bestehend aus Gabriele Brunnenmeyer, Didi Danquart und Sibylle Kurz, an der Projekt- und Stoffentwicklung beteiligt, ebenso die beiden Produzenten Herbert Schwering und Christine Kiauk von ICON FILM. Entstanden ist eine Ko-Produktion mit sieben verschiedenen Ländern - neben Deutschland sind beteiligt: Bosnien und Herzegowina (Deblokada), Bulgarien (Art Fest Ltd.), Estland ( Nukufilm), Rumänien (Mobra Films), Serbien und Montenegro (Art & Popcorn), Ungarn (Proton cinema). Im Vorfeld der Produktion und während der Postproduktion führte ICON FILM fünf Workshops durch.Alle Regisseure und Produzenten trafen sich mehrmals, um gemeinsam an den Drehbüchern zu arbeiten und die einzelnen Episoden zu einem Film zusammenzuführen. Ziel des Projekts ist es, Filmemacher aus kleineren Ländern Mittel- und Osteuropas zusammenzuführen, um eigenständige Produktionsstrukturen in dieser Region zu unterstützen und eine Brücke zu westeuropäischen bzw. deutschen Produktionspartnern aufzubauen und zu stärken. Durch die Kooperation eröffnet sich den jungen Regisseuren eine gemeinsame internationale Präsentationsplattform. Gleichzeitig werden Folgekontakte zwischen deutschen Produzenten und Produktionsfirmen in den beteiligten Ländern geschaffen. So entwickelt ICON FILM zur Zeit mit dem serbischen Regisseur Stefan Arsenijevic und der bulgarischen Regisseurin Nadejda Koseva ihre ersten Spielfilmprojekte für die Kinoleinwand.
NIKOLAJ NIKITIN - DER KÜNSTLERISCHE LEITER
Nikolaj Nikitin, geboren 1974 in Moskau, Russland, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Kunstgeschichte in Bochum. Seit 1995 ist er Herausgeber der von ihm gegründeten Filmzeitschrift „Schnitt“. Er arbeitet als Filmjournalist sowie als Übersetzer filmhistorischer Texte und ist Gastdozent an der Universität Bochum. Die von ihm herausgegebenen Filmbücher umfassen u.a. Titel zu Stanley Kubrick, dem Filmschaffen Marguerite Duras', zum Italo-Western und zuletzt Peter Kremskis „Überraschende Begegnungen der kurzen Art. Gespräche über den Kurzfilm“. Zusammen mit Oliver Baumgarten initiierte Nikolaj Nikitin 1999 den „Schnitt Preis“, der seit 2001 im Rahmen der von ihm als künstlerischem Leiter geführten Postproduktions-Veranstaltung „Film+“ in Köln verliehen wird. Nikolaj Nikitin ist Mitglied der FIPRESCI und der Europäischen Filmakademie.
Ein wesentlicher Fokus seiner Arbeit liegt auf dem osteuropäischen Film: Seit 2001 ist Nikolaj Nikitin Mitglied des Auswahlgremiums von „GoEast“ (Wiesbaden) und Supervisor der Export-Union-Studie zur Situation des Films in Osteuropa. Im Mai 2002 wurde er zum Osteuropadelegierten der Berlinale berufen.
